Was passiert bei der Verbrennung von Holz?

Heizen mit Holz ist bei richtiger Anwendung eine der umweltverträglichsten Heizmethoden. Die Verbrennung ist ein chemischer Prozess, der der Verrottung von Holz in der Natur ähnlich ist, nur den Prozess schneller ablaufen lässt.

Beim Wachsen, wenn sich das Holz aufbaut, sammelt ein Baum Energiereserven. Dabei wandelt die Pflanze unter anderem Kohlendioxid in Sauerstoff um. Bei der Verbrennung wird das Kohlendioxid wieder frei gesetzt, genau wie bei der Verrottung im Wald. Holz ist ein nachwachsender Rohstoff. Zu Brandholz wird jenes Holz verarbeitet, das für eine industrielle Weiterverarbeitung nicht geeignet ist. Würde es nicht verheizt, würde das Holz im Wald langsam verrotten. Deshalb ist Heizen mit Holz umweltneutral.

Ein Raummeter Buche oder Eiche, luftgetrocknet, entspricht der Heizleistung von über 200 Litern Heizöl. Bedingung ist allerdings, dass das Holz den richtigen Trocknungsgrad hat. Als Faustregel gilt, das man Holz, am besten im Winter geschlagen, zwei Jahre lang lagert. Frisches Holz hat einen Feuchtigkeitsgehalt von ca. 50 %. Ist dieser Wert auf unter 20 % gesunken, was nach 24-36 Monaten der Fall ist, ist das Holz kaminfertig. Gas und Teerdämpfe, in gebundener Form sind die wesentlichen Bestandteile von Holz. Verbrennt Holz, sind es eigentlich diese Gase, die verbrennen und den Flammen Nahrung geben. Die Gase werden ab Temperaturen von 150°C freigesetzt. Bis 900°C Hitze entsteht in einem Holzfeuer. Der gebundene Kohlenstoff verbrennt bei 400°C, Kohlenmonoxid, Methan, Acethylen und Wasserstoff, weitere im Holz gebundene Stoffe, benötigen bis zu 750°C zur Verbrennung.

Kernpunkt beim Verbrennungsprozess ist allerdings die richtige und ausreichende Zufuhr von Sauerstoff. Primärluft beim Anzünden des Kamins und Sekundärluftzufuhr während der Brennphase schaffen diese Voraussetzung und garantieren einen die Natur nicht belastenden Abbrand. Der Rest ist dann Asche. 0,2% bis 0,8 % bleiben als Rest übrig, ist die Asche hellgrau oder weiß, so ist dass ein Zeichen für eine optimale Verbrennung. Wer einen Garten hat, der kann mit der Asche von naturbelassenem, stückigem Scheitholz, die Mineralien enthält düngen.